Freiwilligenarbeit Wettbewerb 2001

Wettbewerb: Innovative Konzepte der Freiwilligenarbeit in der Altenhilfe

Zum internationalen Jahr der Freiwilligen  2001 verantaltete die Anna Luise Altendorf Stiftung  den Wettbewerb: Innovative Konzepte der Freiwilligenarbeit in der Altenhilfe.

Aus den überr 60 Bewerbungen wählte eine rennomierte Jury die Preisträger

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Freiwilligenarbeit

Förderung der Freiwilligenarbeit

Zur  regionalen  Förderung der Freiwilligenarbeit in der Altenhilfe hat die Stiftung  über mehrere Jahre bis  2004 einen Preis vergeben.

Festrede zum Anna Luise Altendorf – Preis 2003

Von Claus Lemcke

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

der Anna Luise Altendorf – Preis wird heute zum 3.Mal vergeben.Dieses Jahr  sind 27 Bewerbungen eingegangen. Vorgeschlagen wurden aktive Einzelpersonen, Gruppen und Gruppenleitungen. Zählen wir die engagierten Menschen, die in den Gruppen mitarbeiten, kommen wir auf ca. 150 Personen, die für den Preis vorgeschlagen wurden, und jeder einzelne hat Anerkennung verdient.

 

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Geriatrie

Für eine Klinik der Altersheilkunde

Mit dem Ziel, die Versorgung alter Menschen im Kreisgebiet zu verbessern, haben sich 17 Organisationen der Altenhife, Seniorenorganisationen der Parteien, Kirchen, Seniorenbeiräte zu einer Interessengemeinschaft Geriatrie zusammengeschlossen.

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DCM - Projekt

DCM - gestützte Qualitätsentwicklung in der Sorge für Menschen mit Demenz in (teil)stationären Altenhilfeeinrichtungen imKreis Minden - Lübbecke.

 

Hintergrund

Dementia Care Mapping (DCM) (Bradford Dementia Group, 1997, 2008) ist ein Beobachtungsinstrument zur prozesshaften Evaluation personzentrierter Pflege bei Demenz (Kitwood, 2000; Williams & Rees, 1997). Das Instrument wurde durch Tom Kitwood zur Ist-Standerhebung und Entwicklung personzentrierter Pflege von Menschen mit Demenz entwickelt. Das Ziel besteht in der Steigerung des relativen Wohlbefindens von Menschen mit Demenz (Beavis, Simpson, & Graham, 2002). DCM wird in Deutschland seit 1998 für Menschen mit Demenz in teil/stationären Settings wie Pflegeheimen, Einrichtungen der Tagesbetreuung, stationären Einrichtungen und Krankenhäusern eingesetzt. DCM wird sowohl als Instrument zur Entwicklung einer personzentrierten Pflegepraxis als auch als Forschungsinstrument benutzt (Brooker, 2005). 

DCM Instrument 

DCM ist ein Instrument für teilnehmende Beobachtungen, welches qualitative und quantitative Daten erhebt. Die Beobachtung (Mapping) erfolgt durch ausgebildete Anwender (Mapper), die im öffentlichen Bereich einer Einrichtung über eine repräsentative Zeitperiode zum Verhalten und zu Affekt & Kontakt von Personen mit Demenz Daten kodieren und Feldnotizen machen. DCM wird in Deutschland seit 2008 in der achten Version angewendet, die siebte Version hat ihre Gültigkeit nicht verloren. 

DCM Methode 

Zur Implementierung von DCM ist das Instrument in eine DCM-Methode eingebunden. Mit der Einführung für Mitarbeiter, Angehörige und Klienten beginnt die Implementierung von DCM. Fragen und Befürchtungen sollen bearbeitet werden. Der nächste Schritt besteht in der eigentlichen DCM Beobachtung durch den Anwender. Darauf folgt die Datenbearbeitung und die Überführung der Daten in einen Bericht durch den Anwender. Anschließend werden die DCM Ergebnisse in Feedback-Sitzungen mit Team und Management diskutiert. Darauf folgend entwickelt das Team einen Handlungsplan, der bis zur nächsten DCM Beobachtung umgesetzt wird. Text (Christine Riesner)

DCM-Verbund

Das Projekt wurde von 2005-2009 durchgeführt. Anschließend haben die Beteiligten Einrichtungen einen DCM-Verbund gegründet, um die erfolgreiche Arbeit vorzuführen.

Auflösung DCM-Verbund

Im Frühjahr 2017 haben die Beteiligten Einrichtung beschlossen, den DCM –Verbund aufzulösen. Für die Auflösung wurden mehrere Gründe unter anderem die hohe Arbeitsbelastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Veränderung der Schwerpunkte in den Einrichtung, die zunehmend kurze Verweildauer der Bewohnerinnen und Bewohner, die ein kontinuierliches Mapping kaum sinnvoll erscheinen lassen.

im August 2017 findet eine Abschlussveranstaltung statt, in der das Engagement der Mapperinnen und Mapper noch einmal ausdrücklich gewürdigt wird.


 

Wer ist für das Projekt verantwortlich?

Die Anna Luise Altendorf Stiftung zeichnet für das Projekt verantwortlich.

Vier Altenhilfeeinrichtungen von unterschiedlichen Trägern verpflichten sich, DCM einzuführen und die daraus entwickelten Handlungsempfehlungen in ihrer Einrichtung umzusetzen.

  1. Haus Bethesda Lahde, Diakonisches Werk Minden
  2. Haus Laurentius in Nammen, Diakonisches Werk Minden
  3. Haus Emmaus, Diakonissenanstalt Salem-Köslin
  4. Tagespflege Küster Kümpers, Verein für Partitätische Sozialdienste

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

  • Verbesserung der Versorgungsqualität von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen der Altenhilfe durch Implementierung von DCM und Umsetzung der personenzentrierten Pflege nach Kitwood.
  • Entwicklung und Förderung der Freiwilligenarbeit in der Altenhilfe.
    Durchgängigkeit der Sorgestrukturen für Menschen mit Demenz durch Vernetzung und Kooperation mit dem ambulanten und teilstationären Bereich der Alzheimer- und Dementenbetreuung (Projekt HilDe und Vergissmeinnicht ) im Kreis über gemeinsame Qualifizierung von examinierten Pflegekräften, Angehörigen und Freiwilligen.

     

  • Wie sollen die Ziele erreicht werden?

    Das DCM -Verfahren wird bereits in einigen Modellprojekten in Deutschland mit sehr gutem Erfolg angewendet. Auf Grund der noch geringen Verbreitung müssen weitere Erfahrungen gesammelt und evaluiert werden. Grundlage dieses Konzeptes ist ein bereits abgeschlossenes DCM- Modellprojekt des Landkreises Marburg- Biedenkopf mit der Leiterin der Stabsstelle Altenhilfe Ruth Schlichting.

    Die stationäre Versorgung von Menschen mit Demenz im Kreis Minden - Lübbecke ist stark verbesserungsbedürftig. Dementia Care Mapping ist ein Verfahren, mit dem die Versorgungsqualität von Menschen mit Demenz beurteilt werden kann. DCM basiert auf dem personenzentrierten Pflegemodell von Tom Kitwood der University of Bradford. DCM wird weltweit gleich geschult und angewendet.

    Freiwillige/ Ehrenamtliche werden gezielt mit in das Projekt einbezogen. Jeweils eine examinierte und freiwillige/ehrenamtliche Mitarbeiterin mappen gemeinsam. Es ist anzunehmen, dass die unterschiedliche Wahrnehmung zu differenzierter Beurteilung und besseren Ergebnissen führt. Qualifizierung von Freiwilligen ist ein wichtiger Bestandteil der Annerkennungskultur und entlastet zudem die in der Regel angespannte Personalsituation in Altenhilfeeinrichtungen.

    Voraussetzung für den Erfolg des Projektes sind umfangreiche Schulungsmaßnahmen auf allen Ebenen der Einrichtungen in DCM, Organisationsberatung bei der Umsetzung der Handlungsempfehlungen, sowie Fortbildungen in integrativer Validation, Kinästhetik, Kommunikation, basaler Stimulation, Tellington Touch etc.. Die Fortbildungsangebote werden bedarfsorientiert und regional über den Qualifizierungsverbund der Kompetenzwerkstatt Demenz oder den regionalen Fortbildungsverbund angeboten. Sie sind für Angehörige, Freiwillige und Examinierte aus dem ambulanten, teilstationären und stationären Bereich grundsätzlich zugänglich. Über gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen werden die Durchgängigkeit der Sorgestrukturen der einzelnen Bereiche und der Austausch der Helfergruppen untereinander in der Sorge für Menschen mit Demenz gefördert und verbessert.

    Supervision der ausgebildeten DC- Mapper und der Teams sind genauso Bestandteil des Projektes, wie der regelmäßige Austausch der Einrichtungen auf Leitungsebene.

     

  • Was ist das Innovative an dem Vorhaben?

  • Innovativ ist die gemeinsame, regionale Qualifizierung von Freiwilligen, Angehörigen und Examinierten aus allen Sorgebereichen für Menschen mit Demenz aus dem ambulanten und (teil)stationären Bereich.
  • Innovativ ist die gezielte Einbindung von Freiwilligen in das Projekt.
  • Innovativ ist die Beteiligung einer teilstationären Einrichtung (Tagespflege).

Wer fördert?

C. M.- Stiftung in Berlin, Gertrud Robbering Stiftung Vlotho.

Wer begleitet das Projekt fachlich?

Von welchen Kosten geht die Vorkalkulation aus?

Eingekaufte Leistungen ca. 85.000 € Gesamtkosten ca. 250.000 €

In welchem Zeitraum wurde das Vorhaben durchgeführt werden?

Oktober 2005 - September 2008

Auflösung des DCM-Verbundes

Der seit 2009 bestehende DCM-Verbund, der aus dem Projekt heraus entstanden ist, ist wird zum 01.Juni 2017 aufgelöst.

Projekte

Eine Auflistung der Projekte.