DCM - Projekt

DCM - gestützte Qualitätsentwicklung in der Sorge für Menschen mit Demenz in (teil)stationären Altenhilfeeinrichtungen imKreis Minden - Lübbecke.

 

Hintergrund

Dementia Care Mapping (DCM) (Bradford Dementia Group, 1997, 2008) ist ein Beobachtungsinstrument zur prozesshaften Evaluation personzentrierter Pflege bei Demenz (Kitwood, 2000; Williams & Rees, 1997). Das Instrument wurde durch Tom Kitwood zur Ist-Standerhebung und Entwicklung personzentrierter Pflege von Menschen mit Demenz entwickelt. Das Ziel besteht in der Steigerung des relativen Wohlbefindens von Menschen mit Demenz (Beavis, Simpson, & Graham, 2002). DCM wird in Deutschland seit 1998 für Menschen mit Demenz in teil/stationären Settings wie Pflegeheimen, Einrichtungen der Tagesbetreuung, stationären Einrichtungen und Krankenhäusern eingesetzt. DCM wird sowohl als Instrument zur Entwicklung einer personzentrierten Pflegepraxis als auch als Forschungsinstrument benutzt (Brooker, 2005). 

DCM Instrument 

DCM ist ein Instrument für teilnehmende Beobachtungen, welches qualitative und quantitative Daten erhebt. Die Beobachtung (Mapping) erfolgt durch ausgebildete Anwender (Mapper), die im öffentlichen Bereich einer Einrichtung über eine repräsentative Zeitperiode zum Verhalten und zu Affekt & Kontakt von Personen mit Demenz Daten kodieren und Feldnotizen machen. DCM wird in Deutschland seit 2008 in der achten Version angewendet, die siebte Version hat ihre Gültigkeit nicht verloren. 

DCM Methode 

Zur Implementierung von DCM ist das Instrument in eine DCM-Methode eingebunden. Mit der Einführung für Mitarbeiter, Angehörige und Klienten beginnt die Implementierung von DCM. Fragen und Befürchtungen sollen bearbeitet werden. Der nächste Schritt besteht in der eigentlichen DCM Beobachtung durch den Anwender. Darauf folgt die Datenbearbeitung und die Überführung der Daten in einen Bericht durch den Anwender. Anschließend werden die DCM Ergebnisse in Feedback-Sitzungen mit Team und Management diskutiert. Darauf folgend entwickelt das Team einen Handlungsplan, der bis zur nächsten DCM Beobachtung umgesetzt wird. Text (Christine Riesner)

DCM-Verbund

Das Projekt wurde von 2005-2009 durchgeführt. Anschließend haben die Beteiligten Einrichtungen einen DCM-Verbund gegründet, um die erfolgreiche Arbeit vorzuführen.

Auflösung DCM-Verbund

Im Frühjahr 2017 haben die Beteiligten Einrichtung beschlossen, den DCM –Verbund aufzulösen. Für die Auflösung wurden mehrere Gründe unter anderem die hohe Arbeitsbelastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Veränderung der Schwerpunkte in den Einrichtung, die zunehmend kurze Verweildauer der Bewohnerinnen und Bewohner, die ein kontinuierliches Mapping kaum sinnvoll erscheinen lassen.

im August 2017 findet eine Abschlussveranstaltung statt, in der das Engagement der Mapperinnen und Mapper noch einmal ausdrücklich gewürdigt wird.