DCM - Projekt

 

Wer ist für das Projekt verantwortlich?

Die Anna Luise Altendorf Stiftung zeichnet für das Projekt verantwortlich.

Vier Altenhilfeeinrichtungen von unterschiedlichen Trägern verpflichten sich, DCM einzuführen und die daraus entwickelten Handlungsempfehlungen in ihrer Einrichtung umzusetzen.

  1. Haus Bethesda Lahde, Diakonisches Werk Minden
  2. Haus Laurentius in Nammen, Diakonisches Werk Minden
  3. Haus Emmaus, Diakonissenanstalt Salem-Köslin
  4. Tagespflege Küster Kümpers, Verein für Partitätische Sozialdienste

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

  • Verbesserung der Versorgungsqualität von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen der Altenhilfe durch Implementierung von DCM und Umsetzung der personenzentrierten Pflege nach Kitwood.
  • Entwicklung und Förderung der Freiwilligenarbeit in der Altenhilfe.
    Durchgängigkeit der Sorgestrukturen für Menschen mit Demenz durch Vernetzung und Kooperation mit dem ambulanten und teilstationären Bereich der Alzheimer- und Dementenbetreuung (Projekt HilDe und Vergissmeinnicht ) im Kreis über gemeinsame Qualifizierung von examinierten Pflegekräften, Angehörigen und Freiwilligen.

     

  • Wie sollen die Ziele erreicht werden?

    Das DCM -Verfahren wird bereits in einigen Modellprojekten in Deutschland mit sehr gutem Erfolg angewendet. Auf Grund der noch geringen Verbreitung müssen weitere Erfahrungen gesammelt und evaluiert werden. Grundlage dieses Konzeptes ist ein bereits abgeschlossenes DCM- Modellprojekt des Landkreises Marburg- Biedenkopf mit der Leiterin der Stabsstelle Altenhilfe Ruth Schlichting.

    Die stationäre Versorgung von Menschen mit Demenz im Kreis Minden - Lübbecke ist stark verbesserungsbedürftig. Dementia Care Mapping ist ein Verfahren, mit dem die Versorgungsqualität von Menschen mit Demenz beurteilt werden kann. DCM basiert auf dem personenzentrierten Pflegemodell von Tom Kitwood der University of Bradford. DCM wird weltweit gleich geschult und angewendet.

    Freiwillige/ Ehrenamtliche werden gezielt mit in das Projekt einbezogen. Jeweils eine examinierte und freiwillige/ehrenamtliche Mitarbeiterin mappen gemeinsam. Es ist anzunehmen, dass die unterschiedliche Wahrnehmung zu differenzierter Beurteilung und besseren Ergebnissen führt. Qualifizierung von Freiwilligen ist ein wichtiger Bestandteil der Annerkennungskultur und entlastet zudem die in der Regel angespannte Personalsituation in Altenhilfeeinrichtungen.

    Voraussetzung für den Erfolg des Projektes sind umfangreiche Schulungsmaßnahmen auf allen Ebenen der Einrichtungen in DCM, Organisationsberatung bei der Umsetzung der Handlungsempfehlungen, sowie Fortbildungen in integrativer Validation, Kinästhetik, Kommunikation, basaler Stimulation, Tellington Touch etc.. Die Fortbildungsangebote werden bedarfsorientiert und regional über den Qualifizierungsverbund der Kompetenzwerkstatt Demenz oder den regionalen Fortbildungsverbund angeboten. Sie sind für Angehörige, Freiwillige und Examinierte aus dem ambulanten, teilstationären und stationären Bereich grundsätzlich zugänglich. Über gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen werden die Durchgängigkeit der Sorgestrukturen der einzelnen Bereiche und der Austausch der Helfergruppen untereinander in der Sorge für Menschen mit Demenz gefördert und verbessert.

    Supervision der ausgebildeten DC- Mapper und der Teams sind genauso Bestandteil des Projektes, wie der regelmäßige Austausch der Einrichtungen auf Leitungsebene.

     

  • Was ist das Innovative an dem Vorhaben?

  • Innovativ ist die gemeinsame, regionale Qualifizierung von Freiwilligen, Angehörigen und Examinierten aus allen Sorgebereichen für Menschen mit Demenz aus dem ambulanten und (teil)stationären Bereich.
  • Innovativ ist die gezielte Einbindung von Freiwilligen in das Projekt.
  • Innovativ ist die Beteiligung einer teilstationären Einrichtung (Tagespflege).

Wer fördert?

C. M.- Stiftung in Berlin, Gertrud Robbering Stiftung Vlotho.

Wer begleitet das Projekt fachlich?

Von welchen Kosten geht die Vorkalkulation aus?

Eingekaufte Leistungen ca. 85.000 € Gesamtkosten ca. 250.000 €

In welchem Zeitraum wurde das Vorhaben durchgeführt werden?

Oktober 2005 - September 2008

Auflösung des DCM-Verbundes

Der seit 2009 bestehende DCM-Verbund, der aus dem Projekt heraus entstanden ist, ist wird zum 01.Juni 2017 aufgelöst.